{"id":251,"date":"2025-07-03T09:21:59","date_gmt":"2025-07-03T09:21:59","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:7000\/?page_id=18"},"modified":"2025-12-02T15:35:05","modified_gmt":"2025-12-02T15:35:05","slug":"die-kirche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/customer-rfg.com\/grosspold\/ortsinfos\/die-kirche\/","title":{"rendered":"Die Kirche"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtigste Daten \u00fcber die Kirche von Gro\u00dfpold.<br>* 13. Jahrhundert Bau einer romanischen Basilika<br>* 1676 Der K\u00f6nigsrichter Andreas Arz wird in dr Kirche beerdigt<br>* 1699 Es werden auf den drei Seiten des Hauptschiffes neue Emporen errichtet<br>* 1715 Sammlung f\u00fcr die Wiederherstellung der Kirche<br>* 1771 Kirchenreparatur<br>* 1780 Die Kirche erh\u00e4lt ein Ziegeldach<br>* 1836 Die alte Kirche wird abgerissen und an ihrer Stelle eine neue Saalkirche gebaut. Sie wird an den alten Glockenturm angebaut. Der Kirchensaal hat f\u00fcnf quadratische Joche, die mit Halbkugelgew\u00f6lben \u00fcberf\u00fchrt sind. Auf drei Seiten werden breite Emporen gebaut, an der S\u00fcdseite eine gro\u00dfe Sakristei.<br>* 1838 Einweihung der neuen Kirche nach Fertigstellung der innern Einrichtung. Renovierung der Kirche und Einweihung durch Bischof Glondys.<br><br>Diese Kirche wurde in den Jahren 1836-1838 nachdem die alte aus dem 13. Jahrhundert stammende romanische Kirche vorher abgetragen worden war an die gleiche Stelle \u00f6stlich an den damals noch erhalten gebliebenen Glockenturm in der heutigen Gestalt gebaut. Die Kirche wurde am Peter- und Paulstag des Jahres 1838 geweiht. Der ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert stammende alte Glockenturm wurde erst 1865 abgetragen und an dessen Stelle ist der gegenw\u00e4rtige Turm in den Jahren 1867-1869 gebaut worden.<br>Gelegentlich der 100-sten Wiederkehr der Kirchenweihe im Jahre 1938 wurde die Kirche gr\u00fcndlich \u00fcberholt und neu ausgemalt.<br>In der Kirche befindet sich an der Stirnseite des s\u00fcdlichen Seitenschiffs ein Epitaph, das wohl aus der alten Kirche \u00fcbernommen wurde und zum Andenken an den im Jahre 1786 verstorbenen Ortspfarrer Johann Andreas Friederici von dessen Gattin gestiftet wurde.<br><br>Als Unikum mu\u00df erw\u00e4hnt werden, dass diese Kirche ein Lesepult, das heutigentags auch als Taufstein ben\u00fctzt wird, besitzt bei dem als Tr\u00e4ger nicht eine S\u00e4ule oder ein Werkstein sondern eine geschnitzte Engelsfigur dient. Unter dem Gest\u00fchl findet sich im Hintergrund auch einiges aus der alten Kirche. So ein gemaltes Gest\u00fchl aus 1745, auf dem ein auf dem ein Blumenstrau\u00df, der aus einer Vase w\u00e4chst, dar\u00fcber ein Blumenkranz und die Buchstaben P M zu sehen sind. Auch ist ein gemalter Opferstock aus dem Jahr 1712 vorhanden, der die Inschrift tr\u00e4gt: \u201eDiesen Gottes Kasten haben machen lassen zur Ehre Gottes Mathias Tael und Stephanus Tael 1712\u201c. Die T\u00fcrschwelle gegen den Pfarrhof ist aus zwei St\u00fccken eines alten Grabsteines gebildet. Auf dem einen St\u00fcck \u201e1709&#8211; 1961&#8212; AETATI&#8212;-\u201c.<br>Sehr st\u00f6rend wirken die aufgeh\u00e4ngten Kunstblumenkr\u00e4nze. Das Ketzel war unter Pfarrer Ernst Thullner noch im Gebrauch.<br>Aus einem Bericht von Pfarrer Ludwig Klaster an den Ausschu\u00df f\u00fcr kultische Kunst Z.17.04\/1952.<br><br>Die Kirche ist im Jahr 1838 anstelle der alten neu erbaut worden. Von der alten Kirche soll eine Fotografie im Besitze der Familie des verst. Apothekers Schmidt vorhanden sein. Die Kirche ist in Farbt\u00f6nen gemalt, sehr rein und stimmungsvoll. Der Altar stammt aus dem Jahr 1751 und ist in seiner Anlage barock. Leider wurde er bis auf das Mittelst\u00fcck mit gelbbrauner \u00d6lfarbe in barbarischer Weise \u00fcberstrichen und durch moderne Zutaten verunziert. Er tr\u00e4gt auf der R\u00fcckseite die Inschrift: \u201eAram HANC PIO ADFECTU DEO CONSECRAT ECCLESIA APOLDENSIS-EXISTENTIBUS:M-JOANE BRUCKNER PASTORE TOBIA SCHIVERT, DIACONO PETRO MOIESCH ANDREA CZERVES, PEDITUIS<br>MICHAELE SZERVES MICHAELE STULZ, JURATIS MATTIA BART VILLICO ANNO DO.1751\u201c.<br>Auf dem Altar finden sich 2 Paar Leuchter. Das eine ist versilbert und tr\u00e4gt die Widmung: \u201ezur Erinnerung gemacht von Elisabeta Haas Pfarrerin in Gro\u00dfpold\u201c. Das zweite ist aus Messing und tr\u00e4gt die Inschrift auf: \u201eVerehrt zum Andenken die Familie des Andreas Zueltner Rektor aus Gro\u00dfpold. 1841\u201c.<br>In der Stirnwand des rechten Seitenschiffes ist das Epitaph des Pfarrers Johann Andreas Friedrich, gestorben 1786, eingemauert. Auf diesem Epitaph sind folgende symbolischen Dinge zu sehen: der Totenkopf, ein Sarkophag, eine Schlange, die sich in den Schwanz beisst, Oelzweige und der Vogel Ph\u00f6nix. Die Inschrift lautet: \u201eJOHANNI: ANDREAE. FRIDERICI. ECCLESIAE. N. APOLD.PER.XXII:ANNOS. ANTISTITI. VITA. PUNCTO. ANNO.P C.N. MDCCLXXXVI. IN. CALEND. FEBRUARII. ANNO. AETATIS. LXIV. IT. POLIBUS. V. IN HIS AEDIBUS EODEM TUMULO CONDITIS CONIUX. ET.MATE.MOERENS. POSUIT.\u201c<br><br>M.Z.Ackner.. R\u00f6mische Alterth\u00fcmer in Siebenb\u00fcrgen erschienen im Jahrbuch der K.u.K.Central-Com.f.Erf. u.Erh. d.Baudenkmale Jhrg.1856 Seite 41-50.<br>8. In Grosspold wurde die , inmitten des volkreichen sch\u00f6nen Ortes, von unseren wackeren Vorfahren mit doppelter Ringmauer u. mehreren starken Th\u00fcrmen aufgebaute Burg demoliert. Die neue evang. Kirche die von Mauern umschlossen im Innern stand, ist nun fast ganz frei und sichtbar. Doch war eine zun\u00e4chst der vorbeif\u00fchrenden Landstrasse isoliert hervorragende massive Bastei nicht abgetragen und bleibt unber\u00fchrt als wohlverdientes Denkmal vereinbarter Kraftanstrengung r\u00fcstiger Sachsen aus jenen drangsalvollen Zeiten des Vaterlandes.-<br><br>Friedrich M\u00fcller. Die kirchliche Baukunst des romanischen Styles in Siebenb\u00fcrgen. Erschienen im Jahrbuch der K.u.K.Centr.-Com. f. Erf. u. Erh. d. Baudenkmale 1858.-<br>Wenig j\u00fcnger als der Thurm in M\u00fchlbach ist der Thurm der evang. Kirche in Gross-Pold, ebenfalls viereckig, mit flachem Dach \u00fcber dem h\u00f6lzernen Umgang, aus vier Stockwerken bestehend. Jeder von diesen gestattet durch ein verschieden angelegtes Fenster den Ausblick. Das oberste ist einfach, rund \u00fcberw\u00f6lbt, ohne ornamentale Gliederung; das folgende wird durch eine S\u00e4ule mit attischer Basis in zwei H\u00e4lften getheilt. Das Capital ist dorisirend mit starken \u00fcbergelegten Plinthis. Das dritte ist \u00e4hnlich in der Gliederung, aber von abweichender Capitelbildung, Die attische Basis zeigt eine sehr flache Hohlkehle und das Blatt an der Ecke des Plinthus. Das Capit\u00e4l besteht aus zwei \u00fcbereinander gelegten W\u00fcrfeln, wovon der unterste jene einfache, durch die nach den vier Seiten erfolgte Abschweichung der Halbkugel entstandene Form zeigt, welche in dieser Periode so h\u00e4ufig vorkommt (vrgl. die Capit\u00e4le von Limburg a. d. Lahn bei Otte ,61), w\u00e4hrend unmittelbar darauf ein nach unten stark verj\u00fcngter K\u00e4mpfer gelegt ist. Das unterste Fenster endlich wird von einem mehrfach gebrochenen Rundbogen- genauer von mehreren fast hufeisenf\u00f6rmig sich treffenden B\u00f6gen-\u00fcberw\u00f6lbt. Der Eingang zum Thurm ist im einfachsten ganz ungegliederten Spitzbogen gehalten und \u00fcber demselben ein r\u00f6mischer Motivstein eingemauert (In einem Kranze f\u00fcnf K\u00f6pfe). Das unterste Fenster so wie die Erscheinung des Spitzbogens weisen diesem Thurme die zweite H\u00e4lfte des 13. Jh.als Entstehungszeit an.&#8211;<br><br>Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. Rum\u00e4nien.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Der Glockenturm<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stammt aus dem 13. Jahrhundert und hat einen quadratischen Grundriss und einen \u00fcberw\u00f6lbten Eingang. Auf Fotografien, die vor dem Abriss 1867 gemacht wurden, sind romanische Zwillingsfenster und ein h\u00f6lzerner Wehrgang auf H\u00e4ngeb\u00f6cken zu erkennen.<br>* 1690 Umbauarbeiten am Glockenturm. Um 1800 wird ein neuer Turmknauf aufgesetzt.<br>* 1822 Neueindeckung des turmes mit Ziegeln<br>* 1867 Der alte Turm wird abgetragen und an gleicher Stelle ein neuer Turm durch Michael gutt aus Sch\u00e4\u00dfburg und Friedrich Setz aus Hermannstadt gebaut.<br>* 1869, Am 19. November Aufsetzung des Turmknaufes<br>* 1875 Bischof G.D. Teutsch bedauert, dass der alte romanische Glockenturm abgetragen worden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Altar<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* 1676 wird ein Altar von Georg Werter gespendet<br>* 1751 Aufgrund einer 1750 beschlossenen Spendenaktion wird ein Barockaltar aufgestellt. Auf der R\u00fcckseite weist eine lateinische Inschrift auf die Amtstr\u00e4ger zu jener Zeit hin.<br>* 1830-1840 \u00dcbermalung und Renovierung des Altars. Die Bilder zeigen Kreuzigung und Auferstehung. Der Altar wird von Holzplastiken flankiert, die Petrus und Paulus darstellen.<br>Das Gest\u00fchl ist gr\u00f6\u00dftenteils 1745 und 1774 datiert.<br>Ein bemalter Opferstock aus 1712 ist in der Kirche zu sehen. Er tr\u00e4gt eine Inschrift der Stifter.<br>Die heutige Kanzel stammt aus dem Jahr 1836. Sie wurde vom Pfarrer Martin Friedrich Leonhard gespendet<br>Das Taufbecken ist aus Holz und besteht in seinem Hauptteil aus einem geschnitzen Engel, der das Becken tr\u00e4gt.<br>In der Stirnwand des rechten Seitenschiffes ist zum Andenken an den 1786 verstorbenen Pfarrer Friedrich ein Epitaph eingemauert<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Orgel<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* 1699 wird ein Positiv angeschafft.<br>1785 Reparatur der Orgel.<br>1816 Bau einer neuen Orgel durch Samuel Maetz aus Birth\u00e4lm<br>1836 Wiederaufbau der Orgel in der neuen Kirche.<br>1903 umbau der Orgel durch Einschenk\/Kronstadt.<br>* 1932 Reparatur der Orgel durch die Firma Wegenstein<br>* 1974 Reparatur durch Orgelbauer Hermann Binder. Die Orgel besteht aus Manual, Pedal und 10 Registern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Die Glocken<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* 1680 wird eine Glocke angeschafft.<br>* 1824 wird eine Glocke umgegossen.<br>* 1870 h\u00e4ngen eine gro\u00dfe Glocke aus 1810, eine mittlere Glocke aus 1824 und eine kleine Glocke aus 1761 auf dem Turm.<br>* 1916 werden die Glocken von 1810, 1761 requiriert.<br>* 1924 werden zwei neue Stahlglocken geweiht<br>* 1967 h\u00e4ngen drei Glocken im Turm: eine gro\u00dfe und eine mittlere Glocke aus 1923 sowie eine kleine aus 1824.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Kirchenburg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die romanische Kirche war von einem Bering umgeben, von dem sich nur Fragmente auf der Nord- und Ostseite der Kirche erhalten haben.<br>* 1622 Die umfassungsmauen werden ausgebessert<br>* 1641 Ein Befestigungsturm wird repariert<br>* Um 1750 Turm und Kirche sind mit einer festen ringmauer umgeben. An der S\u00fcdostseite befindet sich eine m\u00e4chtige Bastei. Dem Glockenturm gegen\u00fcber befindet sich ein kleines Tort\u00fcrmchen. An der Westseite ist ein Schulgeb\u00e4ude. Im Osten der Kirche ist die sogenannte turmport<br>* 1867 Die Umfassungsmauer wird im S\u00fcden und Westen abgetragen.<br>* 1875 steht der achteckige Burgturm. Er ist aus Bruch- und Bachsteinen gebaut. Der raum im Erdgeschoss ist mit einem Ziegelgew\u00f6lbe \u00fcberf\u00fchrt. Der Turm ist unterkellert. Das Kellergeschoss ist \u00fcberw\u00f6lbt und st\u00fctzt in der Mitte auf einen kleinen runden Pfeiler.<br>* 1881 st\u00fcrzt der achteckige Turm ein.<br><br>* 1377 wird eine Jodocuskapelle zwischen Gro\u00dfpold und Tetscheln erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Das Pfarrhaus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">hat einen Keller, der mittelalterliche Details aufweist.<br>Das Erdgeschoss in seiner heutigen Form entstammt einem Umbau von 1816-1818.<br>*1913 wurde das Pfarrhaus erneut umgebaut und erweitert.<br><br>Quellen: H. Fabini, Baudenkm\u00e4ler in Siebenb\u00fcrgen, Heft 49, ISBN 973-99735-9-0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wichtigste Daten \u00fcber die Kirche von Gro\u00dfpold.* 13. 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